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Marrakesch Reisebericht – 1001 Momente in der Roten Stadt

In diesem Marrakesch Reisebericht zeigen wir dir die Highlights der Roten Stadt – inklusive Direktflug ab Salzburg, bester Reisezeit und unseren liebsten Spots in Medina und Souks. Mit Guide Jamal entdecken wir Sehenswürdigkeiten, Gärten und Genussorte – vom Rooftop im El Fenn bis zum Zauber der Agafay-Wüste. Ideal für alle, die Marrakesch stilvoll, intensiv und „out of the ordinary“ erleben möchten. 

Anreise nach Marrakesch – Direktflug ab Salzburg & erste Eindrücke 

In knapp vier Stunden in die „Rote Stadt“ reisen geht bequem vom Salzburger Airport aus. (Mein Mann Peter und ich haben uns für fünf Tage Auszeit in Marrakesch entschieden und haben die Stadt und ihre Umgebung mit unserem Guide Jamal Benihoud auf einzigartige Weise entdecken dürfen.  

Beste Reisezeit für Marrakesch – Wann sich die Rote Stadt von ihrer schönsten Seite zeigt 

Die optimale Reisezeit für Marrakesch ist zwischen März und Mai sowie September und November. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm mild und das touristische Aufkommen moderat. Für unsere Entdeckungsreise haben wir den Oktober gewählt. Very convenient: seit Anfang Oktober 25´ gibt es zweimal die Woche Direktflüge mit Eurowings von Salzburg nach Marrakesch.  

Tipp: Direktflüge zweimal pro Woche von Salzburg (SZG) nach Marrakesch (RAK) – Teil des Eurowings-Flugplans. Alle Destinationen und Details findest du hier: flieg.salzburg-airport.com 

Tipp: Jamal, der Tourguide den wir auf Anraten unserer Freunde schon im Vorfeld kontaktiert haben, erzählt uns, dass Marrakesch das ganze Jahr eine Reise wert sei. Er kennt sich perfekt aus, wenn es um Aktivitäten wie Skifahren im Atlas Gebirge, Paragliding, Wüstentouren, Bike Turns und vieles mehr geht. 

Salzburg Airport – Entspannter Start in den Marrakesch Urlaub 

Unser Auto lassen wir in der dem Terminal nahegelegen Garage direkt am Airport stehen. Check-in und Sitzplatzauswahl haben wir bequem schon 24 Stunden im Voraus erledigt. Dank der kurzen Wege und der Übersichtlichkeit des Salzburg Airports reicht es eine Stunde vor Abflug dort zu sein. Nach Abgabe des Gepäcks und dem Security Check genehmigen wir uns zum Anstoßen auf den Urlaubsstart noch ein Glasl Prosecco im Abflugbereich.  

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Flughafen Marrakesch Menara – Ankommen mit Stil 

In weniger als vier Stunden bringt uns der komfortable Airbus der Eurowings an unser Traumziel. Als wir abheben, sehen wir noch den Schnee auf Salzburgs Bergspitzen, als wir landen, hat es 22 Grad. Zunächst beeindruckt uns nicht die Temperatur, sondern die moderne Architektur des Flughafens. Nur viereinhalb km vom Stadtzentrum entfernt gelegen ist Marrakesch Menara der zweitgrößte Airport Marokkos. Für mich einer der Schönsten die ich bis dahin gesehen habe. Auch wenn Shuttle und Transfers zum Hotel vor Ort sind lassen wir uns von Jamal, unserem Guide abholen. Bevor wir unser erstes Hotel erreichen, erleben wir den Marrakesch Verkehr hautnah. Laut, staubig und ziemlich chaotisch. Wir sehen viele Motorräder, Taxis, Busse und sogar Kutschen. Außerdem sind die Verkehrsregeln etwas flexibler. Unser Guide lenkt uns souverän durch die Rush hour und kommentiert, das sei Marrakesch eben auch. Allerdings sei das Autofahren, wenn man defensiv ist, sicher. Der öffentliche Verkehr perfekt auf touristische Ansprüche ausgerichtet. Wir sind gespannt. 

Boutiquehotel El Fenn Marrakesch – Design, Kunst & Rooftop-Träume 

Überwältigt sind wir dann wirklich, als wir hinter die unscheinbaren Mauern unseres gebuchten Hotels blicken. Gut, dass wir der Empfehlung im Airport Prospekt gefolgt sind. Der weitläufige Riad-Komplex hinter unscheinbaren Mauern im Herzen der Medina hält ein, was er auf den recherchierten Websites verspricht. Inmitten einer labyrinthartigen Oase mit 41 individuell gestalteten Suiten, begrünten Innenhöfen, säulengesäumten Galerien und laternenbeleuchteten Gängen genießen wir ein warmes Willkommen. Uns wird erzählt, dass die Umbauarbeiten erst seit kurzem abgeschlossen sind. Zentrales Highlight ist die neu gestaltete Dachterrasse mit ihrem ikonischen rot-weißen Streifendesign, einem neuen Restaurant und weiten Blicken über die Dächer der Stadt bis hin zum Atlasgebirge. Marokkanische Lampen, handgefertigte Tische und die üppige Bepflanzung verwandeln den Rooftop-Bereich in eine atmosphärische Bühne für Kulinarik und Begegnung. Eine Mitarbeiterin informiert uns über das kuratierte Artist-in-Residence-Programm sowie thematische Retreats zu Mode, Design und Kulinarik. Ein Grund, warum das Haus zu einem der lebendigen Treffpunkte für die regionale Kunst- und Kulturszene gehört. Die Zimmer sind alle samt unterschiedlich, verfügen über farbintensives Mobiliar im 70er Stil und verbinden traditionelles Handwerk mit handgeschnittenen zelligen Fliesen und maßgefertigten Möbeln. Wir planen die drei Pools und das SPA in unseren Marrakesch Plan einzubinden.  

Rooftop Restaurant El Fenn – Dinner über den Dächern der Medina 

Zunächst geht’s auf die Dachterrasse zum Abendessen. Serviert wird moderne saisonale Küche mit mediterranem Einfluss. Heute kredenzt die Küche marokkanische Tajines, hausgemachtes Brot mit Humus, kleine Mezze zum Teilen und dazu frischen Salat mit Kräutern, Zitrusfrüchten und Olivenöl. Wir sind satt, wir sind glücklich und freuen uns auf die Tausend und ein Erlebnisse, die hier schon zu erahnen sind. Nach einem Frühstück mit Joghurt, Obst, starkem Cafe und dem berühmten marokkanischen Minztee sind wir bereit die Stadt zu erkunden. 

Moggi Photography Rooftop Plunge Pool

Marrakesch entdecken – Medina, Souks & Sehenswürdigkeiten mit Guide 

Koutoubia-Moschee & Jemaa el-Fna – Herz und Seele Marrakeschs 

Als uns Jamal abholt, hat es bereits 24 Grad. Ideales Wetter für unsere geplante Entdeckungstour. Programmpunkt eins ist die Koutoubia-Moschee, das Wahrzeichen der Stadt. Am Weg erzählt uns Jamal, dass Marrakesch auch „die Rote Stadt“ genannt wird, weil viele Gebäude und Stadtmauern aus rötlich-ockerfarbener Erde gebaut sind. Vom Hotel aus erreichen wir die im 12. Jahrhundert erbaute Moschee in gut zehn Minuten zu Fuß. Mit ihrem 77 Meter hohen Minarett ist sie architektonisches Vorbild für die Giralda in Sevilla und den Hassan Turm in Rabat. Zwar ist der Innenbereich nur für Muslime zugänglich aber die weiterläufigen Gärten und der Blick auf das Minarett machen sie zum Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Außerdem liegt sie nahe dem Hauptplatz Jemaa el-Fna. 

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Letzterer liegt mitten in der Medina unyad ist bekannt für die lebendige Mischung aus Kultur, Handel und Unterhaltung. Es riecht nach Gewürzen, nach Leder und fühlt sich abenteuerlich an hier zu sein. Zwischen Ständen mit Gewürzen, Arganöl und Textilien finden sich Geschichtenerzähler, Musiker und sogar Schlangenbeschwörer. Jamal erzählt, dass sich der Platz abends in ein Freiluftrestaurant, bestehend aus Garküchen und Cafés verwandelt. Gerne hätten wir ein bisschen Zeit zum Shoppen. Jamal verspricht uns noch bessere Shopping-Spots. Inspiriert von den allgegenwärtigen Düften der Gewürze und frisch zubereiteten Speisen legen wir dennoch einen Zwischenstopp im bekannten Café des Épices ein. Bei marokkanischen Beghrir (Pfannkuchen), Batbout (Fladenbrot), und Harcha (Grießfladen) mit Honig aus dem Atlasgebirge sowie Olivenöl und der traditionell fermentierten Butter genießen wir den Ausblick auf das geschäftige Treiben der Souks. Frisch gestärkt legen wir die zehn Minuten durch die mäandernden Gassen der Medina zurück um einen der prächtigsten Paläste der Stadt, zu erreichen. Einen Besuch wert ist auf alle Fälle auch das Bacha Coffee und wenn es nur ist um einen kurzen Blick hineinzuwerfen.  

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El-Badi-Palast & Saadier-Gräber – Geschichte der Königsstadt 

Die Ruinen des El-Badi-Palastes gehen auf die Saadier-Dynastie im 16. Jahrhunderts zurück und demonstrieren mehr als jedes andere Bauwerk den Reichtum, die Macht und die kunstvolle Handwerkkunst die hier -bis heute- beheimatet ist. Errichtet von Ahmed el-Mansur, dem Großwesir des Sultans, steht der ganze Prunk für den Reichtum und die Macht des damaligen Hofs. Die verbliebenen Mauern, Säulen und Wasserbecken laden ein, Geschichte zu erleben, zu spazieren und abzuschalten. Die Anekdoten unseres Guides zeugen davon, wie opulent hier Hof gehalten wurde. Jamal bleibt auf den Spuren der Blütezeit Marokkos und legt mit uns den fünf Minuten Spaziergang zu den Saadier-Gräbern zurück.  

Hier ruhen Mitglieder der Dynastie, die Marokko bis ins 17.Jahrhundert regierte. In kunstvoll dekorierten Grabkammern mit Zellige-Mosaiken, Stuck, geschnitztem Holz und Marmor. Die symmetrische Anlage der Grabkammern und die erhabene Atmosphäre stehen im stillen Kontrast zur Dynamik in der Medina.  

Weil es nach so viel Geschichte eine Stärkung braucht, schlägt Jamal uns vor die kulinarischen Seiten der Medina weiter kennenzulernen. Nach zwanzig Minuten Fußmarsch erreichen wir die Patisserie des Princes nahe Bab Doukkala, dem historischen Stadttor. Neben französisch inspirierten Kuchen findet sich hier laut unserem Guide „alles, was Eure Zähne zerstört“. Wir probieren Dattelkekse (Makrouts), Gazellenhörnchen (Kaab el Ghazal), weiche Mandel und Kokoskekse (Ghriba) und Sesam-Honig-Kekse (Chebakia). Alles himmlisch, alles schlecht für die Zähne aber gut für die Stimmung. 

Wellness & Hammam in Marrakesch – Entschleunigung im El Fenn 

Unsere vielen Eindrücke verarbeiten wir im Wellnessbereich unsers Hotels. Peter entscheidet sich für das Hammam, also ein Dampfbad mit Reinigung, nach marokkanischer Badetradition. Ich möchte die Gesichts- und Körperbehandlung mit Arganöl ausprobieren. Als wir uns im beheizten SPA Pool treffen, sind wir nicht nur tiefenrein sondern auch tiefenentspannt. Dass der gesamte Bereich in den schattigen Innenhöfen des Komplexes liegt, sorgt zusätzlich für eine entschleunigte und besondere Stimmung, die wir in den Abend mitnehmen. Im Rooftop Restaurant El Fenn genießen wir Lamm-Kofta-Spieße, Tempura-Brokkoli mit Hummus und Granatapfel Vinaigrette, kleine Burger und zum Magen schließen eine Käseplatte. On top gibts marokkanischen Cabernet Sauvignon, der durchaus mit den Weinen bei uns mithalten kann. 

Die schönsten Gärten von Marrakesch – Oasen der Ruhe 

Jamal hat uns ein Contra Programm zur lebhaften Medina, den geschäftigen Souks versprochen. Am Plan stehen die Ruheinseln Marrakeschs: Die Gärten. Ein absolutes Muss und deswegen unser erster Stop ist der Jardin Majorelle.  

Jardin Majorelle – Farben, Kunst & Yves Saint Laurent 

Weil die Gärten zwischen Medina und Neustadt liegen entscheidet unser Guide, dass wir heute einmal mit dem Auto unterwegs sind. Nach ca. 10 Minuten Fahrt durch dichten Verkehr erreichen wir die großzügige Anlage. Den Rahmen bilden exotische Pflanzen, Kakteen und Wasser Bassins. 1923 vom Maler Jaque Majorelle angelegt wurden die Gärten später von Yves Saint Laurent restauriert. Das Besondere sind die leuchtenden Farben, insbesondere das berühmte Majorelle Blau an architektonischen Elementen wie Mauern, Pavillons und Brunnen. Im Rahmen der Wiederbelebung des Gartens hat Yves Saint Laurent, der ein großer Bewunderer der Berberkultur war, gemeinsam mit Pierre Bergé ein Berbermuseum eingerichtet, das die Tradition, Kunst und Kleidung dieses Volkes in den Mittelpunkt stellt.  

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Agdal- & Menara-Gärten – Königliche Gartenkunst in Marrakesch 

Jamal hat sich für heute viel vorgenommen. Unter anderem uns die ältesten königlichen Gartenanlagen Marrakeschs zu zeigen. Sowohl die Agdal-Gärten südlich der Medina als auch die Menara-Gärten westlich der Medina, gehören zu den ältesten königlichen Arealen der der Gartenbaukunst. Beide sind frei zugänglich, das heißt, im Gegensatz zu den Majorelle Gärten- kostenfrei für Jedermann. Weitläufige Olivenhaine, zentrale Wasserbecken, und der Blick jn die Weiten des Atlas Gebirges laden zum Spazieren, Fotografieren und Genießen der Natur ein. Neben der Erholung der Könige, dienten die Anlagen einst zur Bewässerung der Felder.  

Ourika-Tal & Anima Garden – Kunst trifft Natur 

Das nächste Gartenbau-Highlight ist rund eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Weil wir hungrig sind, schlägt Jamal einen Zwischenstopp im Ourika-Tal vor. Dort soll es nicht nur landschaftlich schön sein, sondern auch ausgezeichnetes traditionelle marokkanisches Essen geben. Im Kasbah d´Ourika, einem sehr gut bewerteten Restaurant, genießen wir Harira Marrachia (marokkanische Suppe) mit Chebakia (süßem Gebäck) und Chicken Tajine mit eingelegten Zitronen, Oliven und Brot. Ausgezeichnet! Gutes ist die Steilvorlage für das, was uns als nächstes erwartet.  

Die Anima Gärten des österreichischen Künstlers André Heller vereinen Natur, Kunst und Fantasie zu einem einzigartigen Erlebnis. Dabei ging es ihm nicht um darum einen klassischen botanischen Garten zu schaffen, sondern vielmehr um den lebendigen Dialog zwischen Kunst und Natur. Zwischen exotischen Pflanzen aus der ganzen Welt stehen Skulpturen und Installationen, die zu Inspiration und Entdeckung einladen. Bewusst offen gestaltet gibt es kaum Grenzen, keine Schilder und viel Raum für Schönheit und Details. Wenn internationale Kunstwerke auf lokale marokkanische Elemente aufeinandertreffen, entstehen die spannendsten Geschichten. Unser Guide empfindet den Garten als den schönsten von Marrakesch. Wir pflichten bei. Erst nach drei Stunden verlassen wir diesen magischen Ort wieder in Richtung Marrakesch Medina.  

Restaurants in Marrakesch – Genuss zwischen Rooftop & Riad 

Ganz im Sinne des Tagesprogramms entlässt Jamal uns in einen kulinarisch vielversprechenden Abend im Restaurant Le Jardin in der Medina von Marrakesch. Versteckt hinter den lebendigen Gassen liegt der Gastro-Hotspot in einem traditionellen Riad. Der Mix aus marokkanischer Architektur und entspanntem modernen Flair ist genau das, was wir nach einem solchen „Garten“ Tag brauchen. Die Küche ist hier regional modern „unterwegs“, das heißt auf der Speisekarte finden sich Tajines, Couscous, frische Salate sowie allerlei Vegetarisches und Veganes. Wir probieren heute einmal das Lamm mit Pflaumen und Gemüse und stellen fest, dass Lamm in Marrakesch so zart so frisch und so köstlich schmeckt wie nirgends sonst. Seitens der Küche wird uns erklärt, dass dafür das traditionelle Garverfahren in der Tajine verantwortlich ist. Durch die niedrige Hitze bleibt das Fleisch zart und saftig. Bei marokkanischem Mandel Gebäck lassen wir den Tag Revue passieren. 

Shopping in Marrakesch – Souks, Märkte & lokale Hotspots 

Natürlich gibt es auch in Marrakesch Zara, H&M, Stradivarius und Co. erzählt uns Jamal, als er uns in der früh am Hotel abholt. Allerdings möchte er uns an Tag drei unserer Reise die Plätze zeigen die out of the ordinary sind. Zunächst interessiert uns, wo sich die Einheimischen mit Lebensmitteln eindecken. In Marokko gehören die Märkte immer noch zu den Haupt- und Nahversorgern und so führt uns Jamal fußläufig in die lokalen Souks abseits der Touristenpfade. 

Frische Gewürze und Heilkräuter (Mitbringsel) können perfekt im Souk El Attarine geshoppt werden. Traditionelle Textilien gibt es im Souk Bab El Khemis. Allein das rege Treiben, der Handel dort und die Dinge, die man sonst nirgendwo findet, sind es wert hier vorbeizuschauen. Ohne Frage gibt es auch moderne Märkte und Supermärkte wie Marjane, Carrefour und Aswak Assalam, die den täglichen Bedarf an Lebensmitteln, Haushaltswaren und Getränken decken. In den Stadtteilen rund um die Medina verkaufen Bauern und Handwerker ihre lokalen Erzeugnisse. Jamal erzählt uns, dass besonders der Olivenmarkt sich großer Beliebtheit erfreut. Locals empfehlen jedoch Gewürze, Oliven und Heilkräuter aus Hygienegründen immer nur abgepackt zu kaufen.  

Das touristische Angebot ist nahezu genauso umfangreich, denn die Nachfrage nach Textilien und Lederwaren ist hoch. Da hier Vieles trotz touristischer Relevanz schön verarbeitet ist lohnt es sich in den Souks rund um Jemaa el Fna zu flanieren und Schmuck, Kleidung, Lampen und Teppiche zu entdecken. Besonders angetan haben es mir die orientalisch anmutenden Taschen aus unterschiedlichen Stoffen. Aber Vorsicht unbedingt handeln (wer französisch kann ist definitiv im Vorteil!)  

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Street Food am Jemaa el-Fna – Marrakesch schmeckt intensiv 

Die Düfte, die uns durch die Souks und Plätze verfolgen verfehlen ihre Wirkung nicht. Weil Marrakesch eine echte Hochburg für gutes Streetfood ist, lassen wir uns vom Angebot gerne verlocken. Es gibt Harira, eine kräftige marokkanische Suppe, dazu gegrillte Spieß, frisches Fladenbrot und süße Chebakia (typisches Süßgebäck) zum Dessert. Alles direkt vor unseren Augen zubereitet, die Aromen intensiv, der Geschmack unglaublich. In dieser authentischen Atmosphäre lassen wir den Nachmittag ausklingen und machen uns auf den Weg ins Hotel um anschließend das Nachtleben der Stadt zu erkunden. 

Marrakesch bei Nacht – Magie aus Tausend und einer Nacht 

Wenn die Sonne untergeht, verwandelt sich die Stadt in ein buntes Lichtermeer. Während die Souks nach und nach schließen entzünden die Garküchen ihre Feuer auf der Jemaa el Fna. Wo wir hinsehen, brutzelt und dampft es aus Töpfen, an den Ständen werden frischgepresste Säfte angeboten, Trommler, Geschichtenerzähler und Musiker füllen den Platz mit rhythmischen Klängen – ein Theater der Sinne, das nachts besonders intensiv erlebt werden kann. Weil die Kulisse wirklich ist, wie aus Tausend und einer Nacht besuchen wir noch eine Rooftop Bar und machen ein paar Fotos.  Ein bisschen fühlen wir uns wie im Film… 

Ausflüge rund um Marrakesch – Wüste, Atlas & Abenteuer 

Neben beeindruckendem urbanem Erlebnis hat die Stadt und ihre Umgebung noch einiges mehr zu bieten. So bietet sie Berge, Oasen und Wüstenerlebnis. Nach unseren Sight Seeing Tagen wünschen wir uns zum Abschluss ein bisschen Action und unser Local Hero Jamal hat natürlich eine Idee. 

Agafay-Wüste – Mini-Sahara-Erlebnis vor den Toren Marrakeschs 

Unseren Tag starten wir etwas früher als sonst. Um 7.30 Uhr holt Jamal uns mit dem Jeep ab und auf geht’s in die Agafay -Wüste, auch Marrokos steinige Oase genannt. Nur etwas 40 Minuten von Marrakesch entfernt liegt eine faszinierende steinige Wüstenlandschaft, die Ruhe, Abenteuer und atemberaubende Aussichten bietet. Wer aus der lebhaften Medina kommt, taucht hier sofort in eine andere Welt ein. Weil wir relativ früh sind, werden wir Zeuge des goldenen Lichtes in der Wüste. Wahrscheinlich wirkt der Kontrast noch stärker, weil wir schon einige Stadttage hinter uns haben. Da wird das dichte Treiben der Metropole durch weite stille Landschaften ersetzt, die von kleinen Hügeln, flachen Felsen und dem Blick auf das Atlas Gebirge geprägt sind. Und weil wir eben, doch Touristen sind probieren wir das Angebot vor Ort, das von Quad- und Geländewagen-Touren bis hin zu Kamelreiten reicht, gleich einmal aus. Obwohl es ein Erlebnis ist, bin ich nach einer halben Stunde Kamelritt und einer weiteren Stunde Quad-Tour froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Trotzdem wer Action sucht, sollte dringend die Wüsten-Abenteuer in Betracht ziehen. 

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Zum Abschluss besuchen wir noch ein Berberdorf, erhalten dort Einblicke in Alltag, Handwerk und Landwirtschaft, werden Zeuge einer traditionellen Teezeremonie und dürfen traditionelle Berberküche kosten. Gelernt haben wir dass es in und um Marakkesch noch unglaublich viel zu entdecken gibt und dass wir beim nächsten Mal viel mehr Zeit mitbringen müssen. 

Adieu rote Stadt, wir kommen wieder….  

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COCOtravel Marroko Marrakesch Mederesa Ben Youssef

Text: Anna Piller-Wolf Fotos: Andreas Kolarik, Adobe Stock, El Fenn

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